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Auf ins neue Jahr: So klappt der Start in den Fitness-Sport

15 Dezember 2013 Keine Kommentare
Auf ins neue Jahr: So klappt der Start in den Fitness-Sport

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Das neue Jahr hat begonnen und wieder haben viele den guten Vorsatz gemacht, jetzt regelmäßig Sport zu treiben. Die Frage lautet dabei nur, wie wird das am besten angestellt. Eine Vielzahl von Menschen startet nämlich völlig unvorbereitet und führt dabei gleich zu Anfang ein intensives Trainingsprogramm durch. Zur Folge kann dies allerdings unter Umständen haben, dass Verletzungen oder andere gesundheitliche Probleme auftreten. Besonders für Neueinsteiger ist daher ein Arztbesuch die allerbeste Vorbereitung auf den Sport.

Allgemeines zum Neueinstieg in den Sport

Verletzungen können in vielfältigen Erscheinungsformen auftreten, wenn Sport gemacht wird. Oft reicht eine falsche Bewegung aus oder eine Aktion verunglückt. Manchmal reicht dabei auch das der Sport an den Geräten aus, wenn man unaufgewärmt an diese geht. Verdrehte Gelenke, gerissene Bänder oder gezerrte Muskel können die Folge des Sport treiben sein. Dies zeigt, wie überlegt gerade diejenigen an den Sport herangehen sollten, die den Jahresanfang zu einer Offensive im Sport nutzen. Einige zehntausende Deutsche gehen diesem Vorsatz nun nach und starten dabei aber nicht besonders vorbereitet in den Sport. Jetzt hat auch die mhpllus-Krankenkasse eine Studie veröffentlicht, die den Wunsch nach mehr Sport unter den Menschen verdeutlicht. Für 60 Prozent der befragten Personen soll dieser Vorsatz während des ganzen Jahres gelten.

Die Bedeutung des Arztbesuches

Wer sich jetzt dazu entschließt, jetzt Sport zu treiben, besitzt demzufolge nicht die erforderlichen Grundlagen für einen erfolgreichen Start. Besonders gravierend wird es dann, wenn Menschen mehr als zehn Jahre keinen Sport mehr regelmäßig durchgeführt haben. Wollen sie das jetzt wieder tun oder gar zum ersten Mal Sport treiben, dann gehören sie doch eher zu einer Risikogruppe. In diesem Fall sollte dringend ein Besuch beim Arzt erfolgen. Insbesondere gilt dies auch dann, wenn ein außer Atem kommen schon bei leichten sportlichen Aktivitäten auftritt. Dann sollte der Wunsch nach einem regelmäßigen Training aufgeschoben werden, bis der Besuch beim Arzt stattgefunden hat. Diese Empfehlung wird auch regelmäßig durch Mediziner ausgesprochen.

Ein mögliches Problem: Unerkannte Vorerkrankungen

Wer untrainiert zum ersten Mal zum Sport geht und gleich mit Zumba durchstarten will, geht ein großes
Risiko von Verletzungen ein. Zeigen kann sich dies schon, wenn Sportneulinge in den Zumba einsteigen.
Bestimmt wird das Bild von schwungvollen Bewegungen des Drehens und Beugens. Daher können hier leicht auch Verletzungen an den Gelenken oder den Bändern die Folge sein. Dazu nahm jetzt auch Ingo Froböse Stellung, tätig an der Deutschen Sporthochschule tätig ist, die in Köln ihren Standort hat. Er schätzt die Risiken auch für die Menschen höher ein, die neurologisch vorbelastet sind. Besonders die schnellen Bewegungen beim Drehen und auch die Abfolgen bringen ein größeres Verletzungsrisiko mit sich. Aus diesem Grund sollten vorher mit dem Arzt insbesondere zwei Punkte abgeklärt werden. Zum einen ist dies die Frage nach dem eigenen Gesundheits- und Fitness-Zustand und der Kombination mit dem Trainingsprogramm. Passen diese Aspekte in Bezug auf die sportwillige Person aufeinander? Dadurch sollte auch abgeklärt werden, ob das Programm wirklich der Gesundheit so förderlich ist.

Freizeitathleten und das mögliche Risiko

Das Risiko kann schon sehr hoch ausfallen, wenn Freizeitathleten die Gelegenheit zu einem Fitness-Check
nicht wahrnehmen. Diesbezüglic wurden in Nordrhein-Westfalen vor einiger Zeit Untersuchungen von
Kardiologen durchgeführt. Im Mittelpunkt standen dabei etwa 1400 Menschen, die an Volks- und Freizeitläufen teilnehmen. Bei Ihnen wurden ein Elektrokardiogramm (EKG) sowie weiter Untersuchungen durchgeführt. Recht aussagekräftig war das Ergebnis im Hinblick auf die Blutdruckwerte, die fast bei jedem zweiten zu hoch ausfielen. Berücksichtigt werden sollten dabei auch andere Studien, die eine ähnliche Warnung darstellen. Schon bei bis zu 80 Prozent der Menschen, die mit über 35 beim Sport einen Herztod erlitten, lag eine Verengung der Herzkranzgefäße vor, die nicht erkannt worden war.

Trotz des Bewußtseins kaum ein Gang zum Arzt

Die Warnungen darauf, dass mögliche Vorerkrankungen übersehen werden könnten, finden allerdings kaum Gehör. Wiederum wird das auch in der Umfrage von der mh-plus deutlich. Etwa 82 Prozent haben sich dazu geäußert, dass der regelmäßige Arztcheck auch für Freizeitsportler von Bedeutung ist. Jedoch gehen diesem Gedanken nur knapp 30 Prozent nach. Sie hätten sich laut der Umfrage wenigstens einmal medizinisch von einem Sportarzt durchchecken lassen. Geäußert hat sich zu dieser Problematik jetzt auch der Intensivmediziner und wissenschaftliche Berater der mh-plus-Krankenkasse Rolf Herzog. Dieser sieht das Problem zum einen darin, dass es hinsichtlich der sportmedizinischen Untersuchungen ein deutliches Wissensdefizit gibt. Das Hauptproblem dürfte jedoch sein, das diese Untersuchung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Mit einem möglichen Preis von bis zu 200 Euro ist das vielen Sport-Interessierten einfach zu teuer.

Der Ablauf der Untersuchungen

Wer sich zu einer Untersuchung entschließt, wird als erstes mit dem Arzt ein ausführliches Gespräch haben. Dabei geht es in erster Linie darum, dass sich der Mediziner einen Überblick über die Gesundheit des künftigen Sportlers macht. Im Anschluss daran erfolgt in der Regel auch eine körperliche Untersuchung. Von Bedeutung ist außerdem auch die Auswahl des Fitness-Studios. Die dort arbeitenden Trainer sollten aufmerksam und gut ausgebildet sein. Dann besitzen sie nämlich den Blick, ob sich die neuen Sportler oder auch Rückkehrer in den Sport bei den Übungen überlasten.

Wer Sport macht, hat mehr vom Leben

Eines ist auf jeden Fall bis heute richtig. Wer sich regelmäßig zum Sport machen entschließt, hat viel mehr im Leben. Nach einer Sportuntersuchung steht fest, was sich jeder genau beim Sport zutrauen darf und wie die Gelenke belastet werden können. Schon 30 Minuten tägliche Bewegung verbessern die eigene Gesund ganz extrem und sollten deshalb in der Bedeutung vom Tagesablauf eine ganz wichtige Rolle spielen.

 

Mehr zum Thema auf den folgenden Seiten:

Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (Deutscher Sportärztebund) e.V.

Universitätsklinikum Tübingen – Abteilung Sportmedizin

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