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Kickboxen

4 Februar 2012 Keine Kommentare
© Kzenon - Fotolia.com

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Bei Kickboxen handelt es sich um eine wettkampforientierte, dynamische Kampfsportart, wo gleichermaßen Reaktionsvermögen, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Fitness wichtig ist. Es wird eine große Vielfalt an körperlichen Anforderungen wie Beweglichkeit, Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft geboten und damit ist Kickboxen im Vergleich zu anderen Sportarten eine gute Möglichkeit, um sich gesund und fit zu halten. Auch die charakterlichen Eigenschaften wie Fairness, Disziplin, Selbstvertrauen, Willenskraft und Mut werden zusätzlich zu den körperlichen Fähigkeiten trainiert. Ansonsten stellt das Kickboxen von effektiven Kampftechniken eine Zusammenfassung dar. Wird Kickboxen als TaiBo betrieben, dann handelt es sich um eine reine Fitness-Sportart. Ansonsten ist Kickboxen eine wirksame Art der eigenen Verteidigung und eine realistische Wettkampfsportart.

 

Die Entstehung von Kickboxen

Währen den 1970er Jahren ist Kickboxen entstanden und zwar in Amerika. Das Sportkarate stellt dabei einen Vorläufer von dem Kickboxen dar. Das Kickboxen entwickelte sich mit den Fausttechniken aus Boxen und mit den Fußtechniken aus Karate. Am ehesten gleicht Kickboxen dem Thai-Boxen, wo die ursprüngliche Form Kung Fu ist. Prinzipiell ist Thai-Boxen Kickboxen, bis auf die Ellenbogen- und Knietechniken.

 

Die Sicherheit und die Ausrüstung

Bei dem Sport spielen die Gesundheit des Gegners und die eigene Gesundheit eine große Rolle. In der Regel können dank der Schutzausrüstung Verletzungen vermieden werden und somit kommt es selten zu Verletzungen. Die Schutzausrüstung ist sehr wichtig und diese beinhaltet Kickboxhosen, Kickbox-Kleidung, Bandagen, Boxhandschuhe, Schienbeinschützer, Fußschützer, Kopfschutz, Zahnschutz und Tiefschutz. Am wichtigsten ist beim Kickboxen wohl der Tiefschutz, denn tiefe Tritte können zu extremen Schmerzen führen. Doch auch mit dem Tiefschutz gilt in dem unteren Bereich dennoch erhöhte Vorsicht. Die Zähne und die Lippen werden durch den Zahnschutz geschützt. Damit die Zunge nicht zwischen die Zähne kommt, sollte der Mund während einem Kampf geschlossen bleiben. Damit Ohrverletzungen vermieden werden, sollte auch beim Training nicht auf einen Kopfschutz verzichtet werden. Für die Finger- und Handgelenke werden Bandagen getragen und dann sind natürlich die Boxhandschuhe sehr wichtig. Während dem Bandagieren kann öfter eine Faust geballt werden, ansonsten sitzen die Bandagen eventuell zu eng. Bei den Fußschützern sollte die Ferse ebenfalls bedeckt sein und sie sollten fest an den Füßen sitzen. Zu beachten ist, dass die untere Fläche nicht geschützt ist. Vor Kicks und einem Zusammenprall der Schienbeine schützen die Schienbeinschützer. Sie sind vor allem bei den Low-Kicks sehr wichtig. Es wird nicht eine bestimmte Kickbox-Bekleidung benötigt, doch eine Hose sollte Bewegungsmöglichkeit bieten. Im Fachhandel gibt es allerdings auch eine spezielle Kickbox-Bekleidung.

 

Das Training

Wer beim Kickboxen teilnehmen möchte, der muss fit sein und hart trainieren. Durch gezielte Übungen werden die Geschwindigkeit und die Kraft von einem Kickboxer erhöht. Dabei umfasst das Training immer die Kraft, die Gelenkigkeit und die Ausdauer. Immer zum Trainingsstart gibt es eine Aufwärmphase, damit das Verletzungsrisiko reduziert wird. Bei der Aufwärmphase gibt es lockeres Schattenboxen, Laufen oder Seilspringen. Im Anschluss folgt die Muskeldehnung mit Hürdensitz, Spagat, Beinstrecksitz oder mit der Rumpfbeuge. Für die Erhöhung von Schlagkraft und Ausdauer bietet sich das Training am Sandsack an. Für das Training an dem Sandsack werden die Hände bandagiert und es werden Boxhandschuhe getragen. Begonnen wird hier mit leichten Schlägen und Tritten und dabei stellt sich ein Kickboxer vor, es wäre ein richtiger Gegner. Zur Verbesserung der Schnelligkeit und für die Fitness gibt es bei dem Kickboxen das Schattenboxen. Für das Schattenboxen stellt sich der Kickboxer vor einen Spiegel und beobachtet seine Schläge und Tritte. Oftmals werden dabei selbstständig Fehler in der Technik erkannt. Eine sehr anstrengende Trainingsmethode hat die Bezeichnung Sparring, wo Mundschutz, Tiefschutz, Handschuhe und Kopfschutz sehr wichtig sind. Ein Kampf wird bei Müdigkeit oder bei einer Verletzung beendet und ansonsten sind Pausen zwischen den Runden sehr wichtig. Hier sollten Sie immer einem erfahrener Kickboxer als Gegner wählen, der einem dann die Fehler benennt.

 

Die Grundsätze für ein effektives Training

Keiner sollte bei dem Kickboxen verkrampfen und Sie sollten die Sache mit viel Spaß beginnen. Zuerst werden immer die Muskeln aufgewärmt, dann wärmen Sie sich richtig auf und dehnen sich. Bei der Dehnung ist darauf zu achten, dass diese nicht schmerzhaft ist. Bei der Dehnung ist auf eine ruhige Atmung mit viel Konzentration zu achten. Wenn Sie an den Dehnreiz gelangen, dann halten Sie diesen für eine halbe Minute. Insgesamt werden sämtliche Dehnungen dreimal in Folge ausgeführt. Ansonsten werden alle Muskelgruppen trainiert, die Übungen sind nicht ruckartig und konzentriert und während der Anspannung erfolgt das Ausatmen.

 

Die Regel von dem Kickboxen

Keiner darf mit den beiden Armen gleichzeitig schlagen, mit gestrecktem Arm vorlaufen, einen Gegner wegschieben oder stoßen, sich fallen lassen, Weglaufen, ohne Technik seinem Gegner den Rücken zudrehen, den Boden mit den Händen berühren, unter die Gürtellinie abducken, den Zahnschutz ausspucken, den Gegner halten, klammern, kratzen, spucken, beißen, Judo-Wüfe und Ringen, den Gegner zwischen Ringseile einklemmen, einen Gegner zwischen den Ringseilen angreifen, einen auf dem Boden liegenden Gegner angreifen, Schlagen und Kicken während dem Festhalten am Ringseil, mit einem Ringseil Schwung holen für einen Schlag oder Kick, während dem Wettkampf den Ring verlassen, nach dem Kommando Stop Aktionen ausführen, bei Semi– oder Leichtkontakt Techniken mit vollem Kontakt ausführen, den Schiedsrichter beleidigen, Flüssigkeiten oder Fette auf die Schutzausrüstung, Körper oder Gesicht auftragen und unsportliches Verhalten zeigen.

 

Verbotene Angriffsziele

Es dürfen keine Techniken auf verbotene Angriffsziele ausgeführt werden. Dazu gehören Angriffe gegen die Arme, Angriffe gegen Gelenke und Beine, Agriffe gegen den Rücken, Angriffe gegen den Unterleib, Angriffe gegen die Schädeldecke, Angriffe gegen Kehlkopf und Hals sowie Angriffe gegen Genick und Hinterkopf.

 

Der Wettkampf

Wird die Sporttauglichkeit bescheinigt, dann werden Kickboxer für Wettkämpfe zugelassen. Zu den Sicherheitsaspekten gehört dann der verantwortungsvolle Umgang mit Gegnern. In der Regel ist die Gefahr der Verletzungen wahrscheinlich geringer wie bei Fußball, doch dennoch wird das Kickboxen als gefährliche Sportart bei Arbeitsgerichten eingestuft. Die Kickboxer sollten ausreichend gegen einen Unfall versichert sein, weil die Krankenkassen eventuell nicht bei Sportunfällen aufkommen. Ansonsten gewinnen beim Voll- oder Leichtkontakt nicht die besten Techniker, sondern oftmals ist ein harter Nehmer klar im Vorteil. Dabei ist allerdings zu beachten, dass es zu gesundheitlichen Folgen kommen kann, wenn mehrere schwere Schläge weggesteckt werden.

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