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Was sind Ballaststoffe?

22 Mai 2012 4 Kommentare

Wofür brauchen wir Ballaststoffe?

Ernährung verstehen Teil 2

Der Begriff Ballaststoffe ist eigentlich veraltet aber heute noch umgangsprachlich. Man betitelte diese Stoffe damals (19. Jahrhundert) noch als Ballast, weil sie als unnütz galten. Heute sieht die ganze Sache schon anders aus:

Ballaststoffe kommen größtenteils in pflanzlichen Produkten vor. Es sind zwar zum Großteil unverdauliche Bestandteile unserer Nahrung, dennoch keine wertlosen. Ballaststoffe sorgen nämlich für einen regelmäßigen Stuhlgang und eine gesunde Verdauung; sie werden größtenteils den Kohlenhydraten zugeordnet.
Allerdings sind nicht alle Ballaststoffe ohne Nährwert. Ein Teil der angelieferten Stoffe könne durch die Verdauungssäfte nicht gespalten werden, so dachte man. Das stimmt so nicht ganz, weil unser Körper gewisse Balaststoffe mit Hilfe von Enzymen im Dickdarm verwerten kann und auf diese Weise energierelevante, kurzkettige Fettsäuren herstellt.

Es gibt lösliche und unlösliche Ballaststoffe

Die Unlöslichen haben den großen Vorteil, dass sie viel Flüssigkeit aufnehmen und so das Volumen des Darminhalts vergrößern. Auf diese Weise wird die Darmbewegung beschleunigt woraufhin der Darm häufiger und schneller entleert wird. Auf diese Art kann man der Verstopfung vorbeugen.

Die löslichen Ballaststoffe können Gallensäuren (welche zum Großteil aus Cholesterin bestehen) binden und somit zu einem  gesunden Gefäßsystem verhelfen. Auch andere ,eventuell unerwünschte-Stoffwechselprodukte werden dank diesen speziellen Ballaststoffen aus dem Organismus befördert.

Wieviel Ballaststoffe sollte man essen?

Laut wissenschaftlichen Studien sollten ca. 30g Ballaststoffe pro Tag in der gesamten Nahrung vorkommen. Sollte man sich eine längere Zeit ballaststoffarm ernährt haben, so wird sich das langsame Herantasten sicherlich bewähren. Man sollte in jedem Fall genug trinken.

Worin kommen Ballaststoffe vor?

In 100g Nahrungsmitteln:

Haferflocken: 10 g
Weizenkeime: 17,7 g
Sojabohnen: 21,9 g
Bohnen, weiß: 23,2 g
Grünkohl: 4,2 g
Blumenkohl: 26,3 g
Karotten: 12,1 g
Pflaumen, getrocknet: 5,0 g
Vollkornnudeln: 8,0 g
Vollkornbrot: 8,3 g
Weizenkleie: 45,4 g
Reis: 4,5 g
Knäckebrot: 14 g
Erbsen: 16,6 g
Mais: 9,7 g
Linsen: 17 g

Vor- und Nachteile von Ballaststoffen

pro

  • Lange Sättigung
  • kontrollierter Cholesterinspiegel
  • wirkt vorbeugend gegen Darmkrebs
  • schleust Giftstoffe aus dem Körper
  • Geschmeidiger Stuhl durch Wasserbindung im Dickdarm

contra

  • Blähungen durch vermehrte Gasbildung
  • schwerliches Verdauen bei nicht genügend zugeführter Flüssigkeit
  • Bei Überkonsum mögliche Schäden des Darmschleimhautgewebes

Wir hoffen wir konnten euch auch dieses Mal ein bisschen schlauer machen in Sachen Ernährung. Seit auch nächstes Mal dabei wenn es wieder heißt : Ernährung verstehen.

Euer King-fit.de Team

Bildnachweis: Cjcj, stock.xchng

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4 Kommentare »

  • carina schrieb:

    find ich gut zu wissen, viele leude denken bestimt heut immer noch das balaststoffe schlecht sind…

  • gute Zeiten schrieb:

    Interessanter Artikel. Lese gern neues von euch! Finde es toll das ihr eine Ernährungs-Serie gestartet habt.Ich bleibe dran, Big Up!!!!

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