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Welche Diät ist die richtige, um sein Gewicht zu reduzieren?

13 September 2012 2 Kommentare

Welche Diät ist die richtige, um sein Gewicht zu reduzieren?In einem Plan, der dem Ziel Gewichtsverlust dienen soll, ist der wichtigste Faktor, dass die Gesamtzahl der Kalorien letztlich reduziert werden sollen. Dennoch muss der Betroffene auch entscheiden, welche Kalorien den Kohlenhydraten, den Fetten und Proteinen zugeordnet werden können.

Einige Experten setzen sich für eine Diät ein, die arm an Fett und reich an Kohlenhydraten ist, andere wiederum empfehlen eine Ernährung, die arm an Kohlenhydraten und reich an Eiweiß und Fett ist, und wieder andere deuten auf eine nahezu ausgewogene Zufuhr von allen drei Ernährungsanteilen. Alle von ihnen haben ihre Befürworter und es gibt eine große Debatte darüber, welches die beste Methode ist, um sein Gewicht zu verlieren. Letztlich kommt es sehr auf die individuelle körperliche Entwicklungs- und ggf. auch Krankengeschichte wie auch die Essensvorlieben an. Eine Beratung mit einem lizenzierten Ernährungsberater oder eingetragenen Ernährungsberater kann bei der Entscheidung sehr helfen, um herauszufinden, welcher Ansatz am besten für einen geeignet und welcher Ansatz letztlich tatsächlich hilfreich ist.
Wer sich gar nicht sicher ist, sollte versuchen folgenden Grundsatz oder folgendes Fernziel anzustreben: eine gesunde Ernährung sollte aus 60% Kohlenhydrate, 25% Fett und 15% Proteinen bestehen.

Wer kennt diese oder ähnliche Schlagzeilen nicht? „Eine Diät bestehend aus wenigen Kohlenhydraten reduziert die Herz-Risko-Faktoren“. Eine neue Studie findet heraus, dass solche sogenannte Low-Carb-Diäten wirksamer sind als fettarme Diäten, indem die Menge der Entzündungsmarker und gesättigten Fette im Blut verringert werden. Wichtig hierbei ist: Auch wenn eine sogenannte Low-Carb-Diät mehr gesättigte Fette enthalten kann, findet sich möglicherweise mehr Fett in der Blutbahn, wenn man einer fettarmen Ernährung folgt.

Eine solche Studie wurde von einem Forscherteam aus den USA durchgeführt. Die Forscher von der University of Maryland haben während dieser Untersuchungen herausgefunden, dass Menschen, die die sogenannte Atkins-Diät (nur 50% Fett) umsetzten, am Ende erhöhte Cholesterin-Werte und Entzündungsparameter hatten, verglichen mit jenen Probanden, welche sich mit der sogenannten South Beach (30% Fett) oder sogenannten Ornish (10% Fett) Diät ernährten. Diese Erkenntnisse haben auch eine sehr hohe Aufmerksamkeit in den Medien und in der Blogosphäre im Internet geweckt. Sie wurden sehr intensiv besprochen über diese Kanäle bewertet und besprochen.

Die erste Studie (pro-Atkins) wurde mit Patienten durchgeführt, die ein metabolisches Syndrom (einem Vorläufer von Diabetes) aufwiesen. Hierbei wird der Stoffwechsel durch Insulinresistenz verändert. Menschen mit einem solchen metabolischen Syndrom reagieren auf Kohlenhydrate anders, sie verwandeln diese leichter im Blut (und Körper-Fett). Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit anderen Studien, die festgestellt haben, dass eine niedrig-glykämische Ernährung sehr hilfreich für Menschen mit Diabetes und metabolischem Syndrom sein kann, aber eben nicht so effektiv für andere Probandengruppen ist.

Die zweite Studie (anti-Atkins) beschäftigte sich mit solchen Probanden, bei denen man das Gewicht in der Erhaltungsphase beobachtete. Es gibt tatsächlich mehrere Studien, die zeigen, dass Menschen mit einer Atkins-Diät deutlich bessere Werte in Bezug auf Cholesterin und Triglyceride aufwiesen. Aber ein Gewichtsverlust mit welchen Mitteln auch immer, wird in allen Fällen sehr wahrscheinlich die Herz-Kreislauf-Marker wie Blutfette und Entzündungen verbessern. Die Forscher haben diese Studie entwickelt, um die Auswirkungen von verschiedenen Diäten zu überprüfen, wenn die (ansonsten gesunden) Probanden ihr Gewicht zu erhalten suchen. Und in der Tat schien es so, dass die fettreiche Ernährung mehrere unerwünschte Effekte hatte, was auch im Einklang mit früheren Studien ist.
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Die Frage die sich daraus ergibt ist folgerichtig: was ist sinnvoller und zielführender, eine sogenannte low-carb Diät, also eine Diät mit wenigen Kohlehydraten, oder eher eine fettarme Diät? Wer danach sucht findet sehr wahrscheinlich etliche Forschungsarbeiten zu jeder der beiden Positionen und Antworten. Vielmehr sollte die Antwort auf diese Frage aus verschiedenen Perspektiven gegeben werden:

1. Das, was funktioniert ist auch sinnvoll. Die Vor-und Nachteile der verschiedenen Diät-Stile sind bekannt. Jene Diät, die erfolgreich ist, ist auch gleichzeitig die wichtigste Diät, nämlich bei der, bei welcher man ein gesundes Gewicht halten kann. Wenn für einen die Low-Carb-Diät die einzige Möglichkeit bietet, um sein Gewicht zu halten, dann sollte man diese beibehalten und durchführen. Dann sind auch die möglichen Risiken auch tatsächlich gerechtfertigt.

2. Man betrachte seine eigene Krankengeschichte. Wer ein Diabetiker ist oder ein metabolisches Syndrom aufweist und sein Gewicht verlieren möchte, sollte eventuell auf eine low-carb-Diät zurückgreifen, diese könnte in diesem Fall die bessere Wahl sein. Wer ansonsten gesund ist und nur einfach versucht sein gesundes Gewicht zu halten, kann auch auf eine moderate Fett- bzw. kontrollierte Kalorien-Diät zurückgreifen und dürfte damit vermutlich besser fahren.

3. Man überwache seine Risikofaktoren. Unabhängig davon, für welche Diät Überzeugung man sich entschieden wird, sollte man seine Cholesterin-, Triglyceride- und Entzündungsmarker (CRP) – Werte jährlich oder noch besser halbjährlich untersuchen lassen.

4. Es ist wichtig die gesamte Situation nicht zu sehr zu vereinfachen. Die zugrunde liegende Wahrheit in allen diesen scheinbar widersprüchlichen Forschungen und Studien ist, wenn man diese Diäten nur in Bezug auf die Makronährstoffe (Fette, Proteine oder Kohlenhydrate) betrachtet, ist dieser Blick zu simpel. Fette sind nicht gleich Fette: Transfette sind die hoch entzündlichen und atherogenen Fette, während einfach ungesättigte Fette das Gegenteil davon sind. Ebenso ist eine Ernährung, welche reich an niedrig-glykämischen Kohlenhydraten ist, wie Gemüse und Hülsenfrüchte, nicht die gleichen negativen Auswirkungen hat, wie eine Diät mit einem hohen glykämischen Index an Kohlenhydrate, wie Reis, Kuchen und Weißbrot. Auch Proteine sind nicht gleich Proteine: Geflügelleber, zum Beispiel, wirkt deutlich entzündlich (wegen der hohen Arachidon-Säure), während Thunfisch eher entzündungshemmend ist.

Eines der Gründe, warum Ernährungsdaten für die Forschung und Ernährungsplanung verwendet werden, ist, dass so viel mehr Details über das gewonnen werden über das, was man als Nahrung zu sich nimmt. Neben den Erkenntnissen über die Nährstoffverteilung, kommen so auch die Daten über den Faktor der Entzündungsgefahr hinzu, ebenso die geschätzte glykämische Last und dazu noch viele andere Tools, die einem helfen sollen, eine ausgewogene, gesunde und effektive Diät-Strategie für sich selbst zu finden.

Für eine Analyse und für umfangreiche Berichte der eigenen gesundheitlichen, körperlichen und ernährungstypischen Situation, ist es sinnvoll sich einmal mit den vielen verschiedenen professionellen Auswertungsmethoden vertraut zu machen und eine der Methode auszusuchen, um diese im eigenen Alltag einzusetzen.

Dabei sollten auch individuellen ernährungsphysiologischen Bedürfnisse und Ziele berücksichtigt werden. Dabei ist es zum Beispiel möglich die verschiedenen Kategorien von Lebensmitteln, die verwendet werden, auswählen. Wenn man zum Beispiel nicht möchte, dass Lebensmittel aus Fast-Food-Restaurants angezeigt werden, können diese auch deaktiviert werden. Ferner können auch einzelne Tageswerte für Kalorien, Fette, Kohlenhydrate, Eiweiße, Vitamine und Mineralien eingegeben werden. Mit einer solchen Auswertungsmethode wird es deutlich einfacher sein die eigenen Diät- und Gesundheitsziele zu erreichen.

 

Bild: © Michael Schindler – Fotolia.com

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2 Kommentare »

  • Diätmeister schrieb:

    Bei Diäten sollte man, meiner Meinung nach, darauf achten, dass es etwas Dauerhaftes ist. Wenn ich jetzt nur 10 Wochen Diät machen, dabei vielleicht 5KG abnehme, kommt der Jojo Effekt sehr schnell, wenn ich die Diät einstelle. nachher sollte man auch dauerhaft etwas verändert. Eine gute Ernärhung und ausreichend Bewegung sind immer gut.

  • Claudia schrieb:

    Ich bin auch der Meinung, dass man langfristigen Erfolg beim Abnehmen nur haben kann, wenn man die eigene Ernährung grundsätzlich umstellt und ausreichend körperliche Betätigung hat. Natürlich können spezielle Diäten oder auch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel ihren Teil dazu beitragen, dass man das Ziel schneller effektiver erreicht. Es kommt eben auf das Gesamtpaket an.

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